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Überleben: Was muss ich tun, wenn in meiner Wohnung oder in meinem Haus ein Feuer ausbricht?

Überleben: Was muss ich tun, wenn in meiner Wohnung oder in meinem Haus ein Feuer ausbricht?

Zunächst sollte man sich folgende Statistiken verinnerlichen:

In Deutschland werden jährlich ca. 230.000 Brände gemeldet. Über 800 Menschen kommen dabei im Schnitt um. Jedes dritte Brandopfer ist ein Kind. Ungefähr 6000 Menschen erleiden jedes Jahr schwere Brandverletzungen. 60.000 Menschen werden leicht verletzt. Etwa 10.000 Menschen bleiben in Folge von Rauch und Flammen für immer körperlich beeinträchtigt.

Weitere Statistiken gefällig?

Die meisten Brandtote werden überrascht: 70 % der Brandopfer werden in der Nacht im Schlaf von den Flammen verschlungen oder vom Rauch vergiftet. Nur 15 % der Brände passieren in Industriegebäuden, 85 % der Brände entstehen im trauten Heim. 95 % der Todesopfer sterben nicht an dem Feuer, sondern an einer Rauchvergiftung. Und jetzt kommt der Hammer: Nur ca. 10 Prozent aller deutschen Haushalte haben überhaupt einen Rauchmelder installiert! In den USA sind es über 90 % und in Schweden und Großbritannien haben über 80 % der Haushalte Rauchmelder installiert. Diese Länder konnten mittels Rauchmelder einen Rückgang der Brandtoten von ungefähr 50 % verzeichnen!

Schätzungsweise 85 % der Haus- und Gebäudebrände werden von unbeaufsichtigten Kerzen, Zigaretten, Heizlüftern oder von Kochgeräten verursacht.

Es bleiben zur Flucht aus der Wohnung maximal 4 Minuten! Eine Rauchvergiftung kann schon nach 2 Minuten tödlich sein.

Lediglich eine brennende Tapete, Gardine oder gar nur 100 g Schaumstoff vom Sofa reichen aus, um eine tödliche Rauchvergiftung zu erzeugen.

Wichtige Verhaltensregeln:

Feuer ist aggressiv, brutal und kennt kein Erbarmen. Es frisst sich von unten nach oben durch. Es hört erst dann mit der Zerstörung auf, wenn alles Brennbare vernichtet ist. Das Allerwichtigste ist: Vorbeugen und Vorbereiten!

Entdeckst du ein Feuer, verständige sofort die Feuerwehr (Telefonnumern: Deutschland 112, Österreich 122, Schweiz 118). Selbst wenn du das Feuer selbst unter Kontrolle gebracht haben solltest, ist der Einsatz der Feuerwehr in D, AT und CH grundsätzlich kostenlos! Eine professionelle Nachkontrolle der Brandquelle ist äußerst wichtig.

Kenne jeden erdenklichen Fluchtweg aus deinem Eigenheim oder Büro. Übe den Fluchtweg zusammen mit deiner Familie oder mit Kollegen. Das ist wichtig, denn damit verlierst du im Brandfall keinerlei Zeit. Du solltest den Fluchtweg blind kennen, denn Rauch könnte dir die gesamte Sicht nehmen. Auch in Panik verfallene Kolleginnen und Kollegen könnten dir im Weg stehen! Legt einen bestimmten Treffpunkt außerhalb des Gebäudes fest, um schnell sicher zu stellen, dass alle in Sicherheit sind.

Benutze niemals den Aufzug! Der Aufzugsschacht wirkt wie ein Kamin, durch den sich das Feuer, der Rauch und die Hitze Stockwerk zu Stockwerk ausbreitet.

Um die Ausbreitung eines Feuers zu verzögern, empfiehlt es sich, jede Tür beim Verlassen des Hauses zu schließen. Feuer, Rauch und Hitze wandern nach oben, gehe also geduckt und halte dich so nahe wie möglich am Boden. Halte ein feuchtes Tuch vor Mund und Nase, um dich zumindest etwas vor dem gefährlichen Rauch zu schützen.

Prüfe 2x im Jahr die Batterien deines Rauchmelders. Ich empfehle den Funktionstest grundsätzlich im Frühjahr und im Herbst durchzuführen. Die Zeitumstellung ist eine ideale Erinnerung daran. Wenn du frisch in eine neue Wohnung eingezogen bist, tausche unbedingt die Batterien der Rauchmelder aus, da man nie weiß, wie alt die Batterien bereits sind. Auch solltest du dich jedes Mal erneut mit deinem Feuerlöscher vertraut machen und das Ablaufdatum überprüfen. Der ideale Ort für Feuerlöscher ist übrigens an brandgefährdeten Stellen wie etwa in der Nähe der Küche. Unter keinen Umständen hat der Feuerlöscher etwas im Schrank zu suchen.

Wenn du in einem oberen Stockwerk, beispielsweise im Schlafzimmer, vom Feuer eingeschlossen bist, binde Bettlacken zusammen und befestige diese ans Bettgestell. Schlage das Fenster in der Mitte mit einem harten Gegenstand ein und decke die übrig gebliebenen Glasreste ab, bevor du dich abseilst. Versuche dich nun soweit wie möglich abzuseilen und stoße dich von der Außenwand ab. Versuche den freien Fall auf unter drei Meter zu drücken. Wenn du landest, rolle dich ab, um die Aufprallenergie möglichst zu verteilen. Das verringert das Verletzungsrisiko ums Vielfache.

Mietwohnung:

Wenn du in einer Mietwohung lebst, solltest du sicherstellen, dass nichts die Notausgänge blockiert. Du solltest den gesamten Gebäudekomplex so gut kennen, wie deine eigene Westentasche, damit du in einer lebensbedrohlichen Situation richtig reagieren kannst. Hast du Schwachstellen gefunden, informiere sofort schriftlich (ggf. per Einschreiben) und telefonisch die Hausverwaltung oder deinen Vermieter, damit deine Sicherheit gewährleistet bleibt.

 

Feuer ist ausgebrochen, was muss ich tun?

Ist ein Feuer in deinen eigenen Vier Wänden ausgebrochen, so versuche zuerst, es mit einem Feuerlöscher zu löschen. Wenn du einen Garten hast, solltest du darauf achten, dass der Gartenschlauch lang genug ist, auch die Küche zu erreichen. Unter gar keinen Umständen solltest du Solaranlagen bzw. elektrische Geräte mit Wasser löschen. Selbst die Feuerwehr lässt bei einem Solarbrand die Finger weg, und lässt das Haus bevorzugt kontrolliert abfackeln.

Sollte sich also ein „normales“ elektrisches Gerät als Brandquelle ausmachen, lösche es mit einer nicht brennbaren Decke. Auch ein langes Kleidungsstück wie ein Mantel, oder notfalls ein Handtuch, kann ausreichen, um das Feuer zu ersticken. Wedel aber mit der Decke nicht wild herum wie in einer Sauna, damit wird das Feuer nur umso stärker, da es mehr Sauerstoff erhält.

Die meisten Opfer sterben nicht durchs Feuer direkt, sondern durch eine Rauchvergiftung. Wenn keinerlei Kontrolle über das Feuer möglich ist, verlasse sofort das Haus, Büro, oder in welchem Gebäude du auch immer dich befindest. Der Rauch ist richtig gefährlich und kann dich viel schneller töten als das Feuer selbst.

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Bis bald,

Euer

Gunnar Mursch - Besuchen Sie mich auf Google+

 
 

P. S.: Hier sind Beispiele von günstigen Rauchmeldern und Gasmeldern.